Abo

Politik

«​​​​​​Statt Unterführungen zu planen, müsste der Stadtrat Druck beim Bund machen»

Der Ustermer Stadtrat will mit neuen Unterführungen das Verkehrsproblem in der Stadt lösen. Eine Gruppe Architekten bezeichnet das Konzept als veraltet und glaubt, eine bessere Lösung gefunden zu haben. Diese steht jedoch auf unsicheren Beinen.

Die Architekten-Gruppe Echolot übt in einem Leserbrief scharfe Kritik am Ustermer Stadtrat wegen seines Ende Jahr publizierten Bahnquerungskonzepts. Dabei handelt es sich um einen Ergänzungsbericht zum Stadtentwicklungskonzept (Stek), der drei Unterführungen vorsieht.

Die Gruppe  hat sich 2017 formiert und einen eigenen Plan zur Stadtentwicklung Uster 2035 erarbeitet. Sie besteht aus zehn Mitgliedern und hat bis anhin laut eigenen Angaben einen informellen Draht zum Stadtrat und der Stadtverwaltung gepflegt.  Mit dem Leserbrief tritt Echolot erstmals an die Öffentlichkeit.

Herr Eicher, was genau stört Sie am Ergänzungsbericht des Ustermer Stadtrats?
Martin Eicher: Dass er so rasch erstellt wurde. Für die Entwicklung des Stek hatte sich der Stadtrat drei Jahre Zeit genommen; er hat Experten und Bevölkerung in Echoräumen miteinbezogen. Im Juni wurde bekannt, dass der Zubringer West gestorben ist. Nicht einmal ein halbes Jahr später legt der Stadtrat diesen Zusatzbericht zum Verkehr vor.

Bürger beklagen sich selten, wenn eine Behörde speditiv handelt. Wo liegt das Problem?
Eicher: Man merkt dem Bericht die überhastete Arbeitsweise an. Er ist unvollständig, unausgegoren und in seiner Grundhaltung unreflektiert. Der Stadtrat hat etliche offene Fragen nicht bedacht und beantwortet. Ausserdem fehlt die öffentliche Mitwirkung vollends. 

Roger Moos : Das Stek wurde seriös erarbeitet. Dass die Variante Uster West schwierig umzusetzen sein wird, wussten wir schon lange. Trotzdem wurde jetzt eine rasche Lösung für das Problem gesucht, und diese basiert nicht auf einer übergeordneten Betrachtung .

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?