Dicke Post gab es an der ausserordentlichen Delegiertenversammlung des Zweckverbands Pflege und Betreuung Mittleres Tösstal für die Delegierten und die anwesenden Gäste am Mittwochabend in Rikon. Der Spitex Verein Mittleres Tösstal (SVMT) soll im Zeitraum von Anfang 2015 bis Ende 2019 falsch rapportiert und so knapp 540‘000 Franken zu viel an Einnahmen erzielt haben.
Der SVMT wurde – zusammen mit dem Spitex Verein Zell – per 1. Januar 2020 in den Zweckverband Pflege und Betreuung Mittleres Tösstal integriert. Aus diesem Grund hatte sich der Verband als Rechtsnachfolger mit diesen Altlasten zu beschäftigen.
Auch er ist im ersten halben Jahr 2020 von der falschen Rapportierung betroffen – und zwar mit 90‘000 Franken. Die Schadenssumme beläuft sich also auf insgesamt knapp 630‘000 Franken.
Mehr verrechnet, mehr eingenommen
Doch was ist genau passiert? Anscheinend hat der SVMT jeweils zu geringe Wegzeiten im Rapportierungssystem eingetragen und im Gegenzug die Behandlungszeit jeweils aufgerundet. Wegzeiten dürfen den Krankenkassen und Klienten nicht in Rechnung gestellt werden. Die Behandlungszeit hingegen schon.

