Ein jahrelanges Hin und Her um ein historisches Haus in Illnau ist heute zu einem Stillstand gekommen: Das Landihaus und sein Nachbargebäude an der Usterstrasse sollen weg. Mit 55 Prozent Ja-Stimmen sprachen sich die Illnau-Effretiker an der Urne für einen Neubau und einen grösseren Dorfplatz im Zentrum Illnaus aus.
Ein Grund zur Freude bei den Bürgerlichen, die seit 13 Jahren für eine Neugestaltung des Dorfkerns kämpfen. « Überglücklich » , bezeichnet sich etwa Stefan Eichenberger, FDP-Gemeinderat und Kopf des Initiativ-Komitees «Attraktives Dorfzentrum Illnau» : « Umso mehr, weil es Initiativen, die an die Urne kommen, erfahrungsgemäss nicht leicht haben. »
Knappes Resultat
Ganz so leicht fiel den Stimmberechtigten die Entscheidung letztlich auch hier nicht. Der Neubauvorlage, welche die Anliegen der Volksinitiative aus dem Jahr 2017 aufgriff, stand der Gegenvorschlag des Stadtrates gegenüber. Er wollte den Erhalt und die Sanierung der beiden Gebäude an der Usterstrasse 23 und 25. Während 2630 Personen für die Neubauvorlage stimmten, vermochte der Gegenvorschlag des Stadtrates rund 2300 Ja-Stimmen für sich zu gewinnen.
Von einem « eher knappen Entscheid » spricht denn auch Stadtpräsident Ueli Müller (SP). Überrascht, dass die Bürgerlichen die Abstimmung für sich entscheiden konnten, sei er jedoch nicht. « Die Behauptung, dass die Renovation des Landihauses ein Fass ohne Boden wäre, hat wohl verfangen. » Zudem sei einem Teil der Illnauer ein grösserer Dorfplatz wohl wirklich wichtig – « ein nachvollziehbares Bedürnis » , wie Müller anfügt. Letztlich habe er jedoch mit einem deutlicheren Resultat gerechnet. «D as hier ist kein überwältigender Volksentscheid. »

