Auf dem Flugplatz Dübendorf sollen seit Jahren « Aufpasser aus Amerika » stationiert sein. Das schreibt das Online-Magazin « Republik ». Genauer gesagt, soll es sich um US-Offiziere handeln, welche über amerikanische Rüstungsgüter im Besitz der Schweizer Armee wachen. Der erste von ihnen sei schon seit 2006 vor Ort.
Das wäre ein brisanter Sachverhalt, gerade vor dem Hintergrund der geplanten Kampfjet-Beschaffung. Denn mit der F/A-18 Super Hornet und dem F-35 wird auch immer noch der Kauf zweier Kampfjets von amerikanischen Herstellern geprüft.
Gemäss « Republik » haben die sogenannten « Custodians » (auf Deutsch « Wächter » ) auf dem Flugplatz Dübendorf den Auftrag, sicherzustellen, dass Kampfjets und andere US-Rüstungsgüter den Interessen der USA dienen. Dafür würden die Offiziere nicht nur « regelmässig Inspektionen und Inventuren der Seriennummern » von Armeematerial durchführen. Die Schweizer Armee müsse beim Abschuss einer Lenkwaffe zu Übungszwecken etwa gar « zuerst um Erlaubnis fragen » , zitiert die « Republik » eine anonyme Quelle aus der Schweizer Luftwaffe.
« Kein Büro zugeteilt »
Auf Anfrage dieser Zeitung zeigte sich eine andere gut unterrichtete Quelle aus der Schweizer Armee erstaunt: « Mir ist auf dem Flugplatz Dübendorf kein Büro bekannt, dass amerikanischen Offizieren zugeteilt ist », sagt der Armeeangehörige, der in der Leitung des Glattaler Flugplatzes tätig ist. Zwar würde man periodisch Besuch von Angehörigen der US-Armee bekommen, aber dabei handle es sich um Aufenthalte von einzelnen Tagen. Dies widerspricht der Aussage von VBS-Kommunikationschef Reto Kalbermatten im Artikel der « Republik », wonach zwei amerikanische « Dienstleister » dauerhaft in Dübendorf stationiert seien.

