Das Contact Tracing gilt als eine der wichtigsten Waffen im Kampf gegen das Coronavirus. Und da rüstet der Kanton Zürich nun mächtig auf. Das ist auch nötig, denn dort funktioniert die Rückverfolgung von Infizierten schon seit einiger Zeit mehr schlecht als recht und die Anzahl gemeldeter Ansteckungen steigt weiter an.
In zahlreichen Fällen, wurden Personen nicht benachrichtigt, obwohl jemand aus ihrem Umfeld positiv auf das Virus getestet worden war. Das Bundesamt für Gesundheit meldete, dass über das Wochenende über 4000 neue Ansteckungen dazugekommen sind. Im Kanton Zürich wurden 655 registriert. Nach wie vor sind es überwiegend junge Personen, die sich infizieren.
Wichtiges Callcenter
Jetzt reagiert die Zürcher Gesundheitsdirektion und stockt das Contact-Tracing-Team auf. Und Pfäffikon wird dabei zur Schaltzentrale der Viren-Verfolgung. Dies neben dem zweiten Standort am Flughafen Zürich. Das Pfäffiker Unternehmen JDMT Medical Services hat als Partner der kantonalen Behörden die operative Führung des Contact-Tracings übernommen. Neu arbeiten dort 60 Personen pro Schicht. Damit sollen die Tracer 250 Fälle pro Tag bewältigen – im Zweischichtbetrieb täglich von 6.30 bis 21.30 Uhr.
Am Sitz der JMDT Medical Services oberhalb des Restaurants Schneider’s Quer befindet sich also wohl eines der wichtigsten Callcenter der Schweiz. Während im Parterre Leute gemütlich ein Sandwich verspeisen oder einen Kaffee trinken, herrscht im ersten Stock Hochbetrieb. In einem hell erleuchteten Raum sitzen rund 20 Personen in zwei Meter Abständen an ihrem Pult und blicken auf den Monitor, tippen hastig auf die Tastatur und telefonieren – die grosse Mehrheit trägt eine Schutzmaske.

