«Haben sie gehört, das Schlossguet wurde verkauft!» Dieses «Sensations-»Gerücht machte in den vergangenen Tagen die Runde in Turbenthal. Der Käufer? Ernst Harr, der gegenwärtig gerade seinen Hof an- und umbaut.
Auf das Gerücht angesprochen, ob er nun das Schlossguet gekauft habe, kommt der mittlerweile pensionierte Krankenpfleger und Landwirt, der noch immer zwei Parzellen bewirtschaftet, nicht mehr aus dem Staunen heraus.
Guter Fasnachtsscherz
«Ich frage mich, von wo ich das Geld aufbringen sollte, die Scheune zu kaufen», witzelt Harr. Und sowieso: «Das müsste ja erst einmal politisch von der Gemeindeversammlung abgesegnet werden.»
Aber ein guter Fasnachtsscherz sei es allemal. Tatsache ist: Ernst Harr wird gemeinsam mit seiner Frau ab diesem Wochenende für insgesamt rund zehn Monate in das Schlossguet einziehen – allerdings als Mieter und nicht als Käufer. Tassilo Spelters, der Leiter der Hochbauabteilung in Turbenthal, hatte Harr vor wenigen Monaten auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht.

