Präsidenten blicken auf ereignisreiche 125 Jahre zurück
Am kommenden Wochenende feiern der Turn- und der Feuerwehrverein Wiesendangen gemeinsam ihr jeweiliges 125-Jahr-Jubiläum. Beide Vereine haben sich anlässlich der Geburtstage neue Fahnen angeschafft. Mit dieser Fahnenweihe beginnen die Festlichkeiten am Samstagabend, 8. September, um 18 Uhr in der Wisenthalle Wiesendangen. Ein Meilenstein sind diese Jubiläen für die Präsidenten der beiden Vereine.
Markus Waber ist seit 12 Jahren als Präsident des Feuerwehrvereins Wiesendangen im Amt. Für den 59-Jährigen stärkt der traditionsreiche Verein den Zusammenhalt in der Gemeinde.
Welche Funktionen übernimmt der Feuerwehrverein?
Markus Waber: Unsere Aufgabenfelder sind getrennt von der aktiven Feuerwehr. Für uns steht die Kameradschaftspflege im Vordergrund, für aktive sowie auch ehemalige Feuerwehrleute. Auch die Pflege der alten Gerätschaften, wie unsere Handdruckspritzer aus dem Jahre 1793, gehört zu unseren Aufgaben.
Was waren die grössten Errungenschaften?
Für uns waren vor allem die Jubiläen, die wir bisher feiern durften, ein grosser Erfolg. Das 100-Jahr-Jubiläum 1993 war ein grosses Highlight für uns. 1998 waren wir beim Donnerstagsjass dabei, das war auch ein super Erlebnis. Es ist sehr schön, dass der Verein schon so lange besteht und wir das immer wieder feiern können.
Welche Bedeutung hat der Feuerwehrverein für die Wiesendanger?
Wir sind ein sehr traditionsreicher Verein, wie auch der Turnverein. Auch geniessen wir ein gewisses Ansehen in der Gemeinde. Zusätzlich organisieren wir immer wieder Anlässe wie den Fasnachtsball, um die Gemeinschaft zu stärken.
Auch für Reto Meier spielen die Vereine eine wichtige Rolle in der Gemeinde. Der 26-Jährige ist seit rund eineinhalb Jahren Präsident des Turnvereins Wiesendangen.
Was waren die wichtigsten Schritte, die der Turnverein in dieser grossen Zeitspanne gemeistert hat?
Reto Meier: Das Wichtigste eines jeden Vereins sind die Mitglieder. Der Verein wandelte sich dank Ihnen vom militärischen Vorkurs zur Freizeitbeschäftigung. Was immer blieb sind die Freude am Sport und die Geselligkeit. Zusammen zu trainieren, zu organisieren und Erfolge zu feiern verbindet und stärkt den Verein.
Was waren die grössten Rückschläge?
In Zeiten der grossen politischen Krisen hatte es auch der Turnverein schwer. Das Vereinsleben erlahmte, da alle Turner in den Militärdienst eingezogen wurden. Der Verein war aber so stark in der Gemeinde verankert, dass die Turner nach ihrer Rückkehr sich wieder dem Verein zuwandten. Es gab wie in jedem Verein Höhen und Tiefen. Solange es Mitglieder hat, die sich für ihn und ihre Vereinskameraden einsetzen, wird er weiter bestehen.
Welche Stellung nimmt der Turnverein heute in der Gemeinde ein?
Der Aktivverein und alle anderen turnenden Vereine bilden ein grosses Angebot für die Wiesendanger. Wer sich sportlich betätigen will, findet seinen Platz in einer der Riegen. Ebenfalls schaffen die Vereine ein Wir-Gefühl. Die Leute kennen sich und setzten sich für einander ein, um die gemeinsame Sache voranzubringen. So tragen die turnenden Vereine massgeblich zum Dorfleben bei.

