Herr Quaresima, als ich Sie anfragte, um über die Nichtteilnahme der Italiener an der WM zu sprechen, haben Sie sich sarkastisch für die Nennung dieser Tatsache bedankt. Schmerzt das Thema noch immer?
Antonio Quaresima: Ja, Sie haben da einen wunden Punkt getroffen. Je näher die Weltmeisterschaft kommt, desto mehr weh tut es, dass diese ohne unsere Nationalmannschaft über die Bühne geht. Ich habe mich, glaube ich, noch nie so wenig für das Turnier interessiert wie dieses Jahr. Als die Entscheidung gefallen war, konnte ich es zuerst nicht glauben. Unglaubwürdigkeit breitete sich aus.
«Ich glaube, ich habe mich noch nie so wenig für die Weltmeisterschaft interessiert wie dieses Jahr.»
Antonio Quaresima, Trainer beim FC Azzurri in Fehraltorf
Entschuldigen Sie in dem Fall, dass ich diese Wunde wieder aufgerissen habe...
Ist schon okay. Die Unglaubwürdigkeit hat sich in Akzeptanz verwandelt. Es tut immer noch weh, ich kann aber leider nichts daran ändern. (lacht)

