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Gesellschaft

Schwitzen am Greifensee

Neuer Wind in der Sauna am See in Uster

Die Ustermer Sauna am Greifensee hat neue Betreiber. Sie wollen dem familiären Geist treu bleiben.

Aksel Neumeyer und Manuela Grolimund sind die neuen Gesichter in der Sauna am See.

Foto: Eleanor Rutman

Neuer Wind in der Sauna am See in Uster

Schwitzen am Greifensee

Die Ustermer Sauna am Greifensee hat neue Betreiber. Sie wollen dem familiären Geist treu bleiben.

Drei Holzfässer, zwei Jurten, zwei Strandkörbe, Pinienduft und ein Sprung in den Greifensee zum Abkühlen: Die Sauna am See in Uster ist seit Anfang Oktober wieder geöffnet. Dies neu unter der Leitung der Zürcher Firma Tonttu GmbH, die auch die Sauna im Seebad Enge in Zürich betreibt.

Damit ist aus dem früheren Zweierteam um Michaela Pfister und Mario Monn ein grösser geführtes Unternehmen geworden, das dennoch den familiären Charakter bewahren will.

Den ganzen Tag offen

Die beiden Gesichter vor Ort sind Aksel Neumeyer, der neue Betriebsleiter, und Manuela Grolimund, seine Assistentin. Eine grosse Änderung sind die längeren Öffnungszeiten: «Wir haben neu von zehn bis zehn Uhr geöffnet», sagt Neumeyer.

Trotzdem wollen die neuen Betreiber in der Badi am See vieles so belassen, wie es ist. «Man muss ja nichts Neues erfinden, wenn es schon wunderschön ist», sagt Grolimund mit einem Lächeln.

Sie beheizen zwei der drei Saunen auch weiterhin mit Holz. Die Temperaturen lassen sich somit weniger gut einpegeln als in einer Elektrosauna, wodurch es in den Holzsaunas zu Temperaturschwankungen kommen könne.

«Unser Ziel ist aber immer, eine finnische Saunatemperatur von rund 80 Grad zu erreichen», sagt Neumeyer. Die hinterste der Holzfässer ist eine Elektrosauna, die auf 90 Grad beheizt wird.

Noch hätten viele Geniesserinnen und Geniesser die Sauna am See gar nicht auf dem Schirm. «Im Schnitt hatten wir bis jetzt rund 30 Gäste pro Tag», so Neumeyer.

Unter der Woche sei es tagsüber eher ruhig und abends fülle sich die Sauna stetig mehr. «Der Oktober war mit seinen milden Temperaturen aber auch noch kein klassischer Saunamonat», ergänzt Grolimund.

Zum ersten Mal eine Jurte aufbauen

Der Aufbau sei die grösste Herausforderung gewesen, erzählt sie rückblickend. Denn auch die Jurten müssen jeden Winter frisch aufgestellt werden. «Wir hatten nur zwei Wochen Zeit. Die Badi baute ab – wir bauten auf. Da war auch mal eine Nachtschicht nötig.»

Was beide besonders schätzen, ist die Atmosphäre. «Das Publikum in Uster ist ruhiger und entspannter», sagt Grolimund. Neumeyer ergänzt: «Hier draussen, mit Blick auf den See und nur wenigen Lichtern auf der anderen Seite in Maur– das ist einfach magisch.» Schon der kurze Fussweg von der Bushaltestelle zur Sauna wirke entschleunigend, findet Grolimund.

«Einen Ort zu schaffen, an dem Menschen Ruhe und Entspannung finden – das ist in unserer Gesellschaft wichtiger denn je», findet Neumeyer.

Der gute Sauna-Geist

Die Tonttu GmbH betreibt Saunen seit 1999. Der Name stammt aus der finnischen Mythologie: «Ein Tonttu ist ein guter Waldgeist, der in der Sauna wohnt, über die Gäste wacht und für gute Stimmung sorgt», erklärt Neumeyer.

Das passt. In der einen Jurte können sich Gäste anmelden, Tee trinken oder eine Suppe geniessen. Die zweite Jurte dient als Ruheoase zwischen den Saunagängen, ein Moment zum Durchatmen.

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