Moosburgpark in Illnau-Effretikon erhält ein Upgrade
Wohnen und Freizeit
Der Stadtrat gibt grünes Licht für die Weiterentwicklung des zentral gelegenen Parks. Eine Projektgruppe übernimmt die Feinplanung.
Durch die fortschreitende Verdichtung im Effretiker Zentrum steigt auch der Druck auf die Aussenräume. Allein in der Ecke Rütlistrasse/Brandrietstrasse entstehen derzeit 178 neue Wohnungen. Mit der Aufwertung der direkt anstossenden Parkanlage Moosburg will der Stadtrat von Illnau-Effretikon Gegensteuer geben. Dafür hat er einen Projektauftrag genehmigt, wie er in einer Mitteilung schreibt.
Das Moosburg-Areal war bereits 2012 für insgesamt 230’000 Franken aufgewertet worden. Damals wurde der bestehende Spielplatzbereich mit einer Grillstelle, Pétanque-Bahnen und einem WC-Häuschen ergänzt und das Fussballfeld erneuert.
SP-Postulat bringt Kugel ins Rollen
Die nun angestrebte Weiterentwicklung des Parks geht auf ein Postulat von Stefan Hafen (SP) und Mitunterzeichnenden zurück. Mit der Zentrumsentwicklung entstünde deutlich mehr Raum für Wohnen und Gewerbe, schrieb der Postulant in seinem Antrag vom Herbst 2022. Damit Effretikon weiterhin attraktiv und lebenswert bleibe, müsse auch die Aufenthaltsqualität ausgebaut werden. «Das Moosburg-Areal bietet die optimalen Rahmenbedingungen für eine generationenübergreifende Freizeitnutzung.»
Der Stadtrat folgte dessen Argumentarium. Und beauftragte in seiner Antwort Ende November 2023 die Abteilung Tiefbau mit der Planung und Umsetzung des Upgrades des Naherholungsgebiets. Als mögliche Massnahmen nannte er mehr Sitzgelegenheiten, bessere Beschattung, weitere Grillstellen, Fitness- oder Sportgeräte oder auch eine Bühne für Veranstaltungen.
Feinplanung durch Projektgruppe und Vereine
Was davon tatsächlich umgesetzt wird, ist Bestandteil des aktuellen Auftrags. Eine Projektgruppe, bestehend aus Mitarbeitenden der Abteilungen Hoch- und Tiefbau sowie Gesellschaft, nimmt sich nun der Detailfragen an. Unterstützt wird diese durch eine Begleitgruppe, in der auch die Stadträtin Ressort Gesellschaft und der Stadtrat Ressort Tiefbau Einsitz nehmen. In die Planung miteinbezogen werden sollen aber auch externe Interessenvertreter wie der Familienverein Effretikon, das Seniorennetzwerk Lebensphase 3 oder der Verein Naturschutz.
Finanziert wird die Aufwertung des Moosburgparks über den Mehrwertausgleich respektive den Hans-Wegmann-Fonds. Dafür rechnet der Stadtrat mit Kosten von rund 200’000 Franken. Werden diese nicht überschritten, ist die Umsetzung im Winter 2025/2026 möglich. Andernfalls müsste das Projekt dem Stadtparlament zur Genehmigung vorgelegt werden. Eine Realisierung wäre dann frühestens im Herbst 2026 möglich.