Streift ein Wolf durch das Oberland?
Herdenschutzmassnahmen gefragt
In der Region hält sich möglicherweise ein Wolf auf. Am Donnerstagmorgen wurde eine Sichtung in Hombrechtikon gemeldet.
Im Zürcher Oberland und am rechten Zürichseeufer streift wahrscheinlich ein Wolf umher. Am Donnerstagmorgen hat der kantonale Wolf-Warndienst die Sichtung eines möglichen Wolfs in Hombrechtikon gemeldet.
Es sei «nicht auszuschliessen», dass es sich um einen Wolf handle. Nutztierhaltende sollten Herdenschutzmassnahmen einleiten, heisst es in der Warnung.
In den vergangenen Monaten wurden im Kanton Zürich mehrfach Wolfssichtungen gemeldet, die letzte Ende April in Uitikon. Ende März tappte ein Wolf zudem in Hütten/Wädenswil in eine Fotofalle.
In der Region sorgte ein Wolf letztmals vor gut zwei Jahren für Aufregung. Damals riss ein Wolf nachweislich drei Alpakas im thurgauischen Dussnang unweit des Tösstals.
Reto Muggler, der Co-Leiter der Fischerei- und Jagdverwaltung des Kantons Zürich, äusserte sich damals zu möglichen Schutzmassnahmen. «Wenn man die Tiere nicht einstallen kann, sollte man sicherstellen, dass sie gut eingezäunt sind und der Elektrozaun straff und unter Spannung ist», riet er. Das reiche normalerweise aus, da es der Wolf hauptsächlich auf Wildtiere abgesehen habe. (sda/lel)