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Leserbeiträge

Missstände um die «Maurmer Post»

Die Leserinnen äussern sich über die Maurmer Post und wollen, dass die Rolle der Kommis­sion überdacht werden müssen.

Die Leserinnen wollen, dass die Rolle der Kommis­sion überdacht werden müssen.

Foto: Ljilja Mucibabic

Missstände um die «Maurmer Post»

Leserbrief

Verena Keller, Roswitha Gassmann

Ebmatingen, Binz

Eigentlich wollten wir diesen Brief in unserer Gemeinde­zeitung «Maurmer Post» (MP) publizieren. Aber seit dort die «Maurmer Post»-Kommission die redaktionelle Hoheit und die Alleinherrschaft übernommen hat, regiert in unserem schönen Dorf ein Klima der Zensur und des Meinungsdiktats.

Kritische Leserbriefe werden abgewiesen – und Artikel so geändert, dass sie der Haltung der Kommission entsprechen (und nicht der Redak­tion). Vergangene Woche wurde sogar das Editorial des Chefredaktors ersatzlos gestrichen – das erste Mal, seit wir uns zurückerinnern können. Und das sind doch ein paar Jahrzehnte.

Dies alles widerspricht der Volksmeinung in relativ krasser Weise. An der Gemeindeversammlung vom 12. Juni 2023 lehnte das Stimmvolk die Privatisierung der Dorfzeitung deutlich ab und votierte für die redaktionelle Unabhängigkeit. Man spürte ganz klar: Die MP liegt den Menschen am Herzen.

Dies hat sich seither noch akzentuiert. Seit der erfahrene Journalist Thomas Renggli als Chefredaktor die Redaktion leitet, hat das Blatt deutlich an Relevanz, Konturen und Unterhaltungswert gewonnen.

Dass die Kommission (unter fadenscheinigen Gründen) gleichwohl einen neuen Chef­redaktor sucht und den bis­herigen auf unwürdige Weise desavouiert, stellt auch dem ­Gemeinderat (als faktischem Herausgeber) ein denkbar schlechtes Zeugnis aus. Wo sind die ­gewählten (und bezahlten) Politiker, wenn Rückgrat und Zivilcourage gefordert wären?

Unsere Forderungen deshalb: Die Rolle der Kommis­sion muss überdacht werden. Renggli soll als Chefredaktor weitermachen. Und der Gemeinderat muss die Voraussetzung schaffen, dass Meinungsfreiheit und redaktionelle Unabhängigkeit geschützt werden – wie immer seit 50 Jahren.


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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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