Miggiano gelingt mit der Startnummer 43 eine Sensation
Alessio Miggiano hat in Gröden für die grosse Überraschung gesorgt. Der Bubiker fuhr in der Abfahrt auf Rang 5 – nur sechs Hundertstel trennten ihn vom Podest.
Dass Alessio Miggiano seine Sensation mit der hohen Startnummer 43 schaffte, passt zum bekannten «Gröden-Phänomen». Auf der Saslong verbessern sich die Verhältnisse mit zunehmender Renndauer schon öfters deutlich – insbesondere dann, wenn die Sonne Schlüsselstellen der Strecke erreicht.
In der Vergangenheit sorgten deshalb schon oft Fahrer mit hohen Nummern für grosse Überraschungen. Auch am Samstag schlug dieses Phänomen zu, wenn auch nicht im Ausmass früherer Jahre.
Zum dritten Mal innert drei Tagen gepunktet
Der Bubiker wusste die Bedingungen optimal zu nutzen. Bereits in der Abfahrt vom Donnerstag (18.) und im Super-G vom Freitag (21.) sammelte er erstmals Weltcup-Punkte.
Am Samstag gelang ihm dann der ganz grosse Coup. «Ich konnte alles umsetzen, wie ich mir das vorgenommen habe. Dass es so aufgeht, ist unfassbar – mir fehlen die Worte», sagte Miggiano nach erst seinem siebten Weltcup-Einsatz gegenüber SRF.
Ich habe mich riesig gefreut, hier ‹abezbrätsche›.
Alessio Miggiano
Schon bei seiner Gröden-Premiere vor einem Jahr habe er sich auf der Saslong sehr wohlgefühlt, erklärte er. «Dass ich so schnell einen solchen Schritt mache, hätte ich nicht erwartet. Ich habe mich riesig gefreut, hier ‹abezbrätsche›.»
Seine Leistung kommt nicht völlig aus dem Nichts. Im Sommer hatte der Oberländer beim Konditionstraining in Einsiedeln bereits selbstbewusst angekündigt: «Schaut gut hin in Gröden, da knallts.» Er behielt recht – und erfüllte mit seinem Exploit auch die Olympia-Selektionskriterien von Swiss-Ski.
Der Sieg ging zwar an Franjo von Allmen knapp vor Marco Odermatt. Doch die Geschichte des Wochenends schrieb Alessio Miggiano aus Bubikon, der nur sechs Hundertstel auf den Dritten Florian Schieder (ITA) verlor.