Die Posse um das Seebistro ist ein Armutszeugnis für Pfäffikon
Kommentar zur unendlichen Planungsgeschichte
15 Jahre. Das ist keine normale Bauzeit, das ist eine Ewigkeit. Seit 2011 versucht Pfäffikon, ein Bistro am Seequai zu etablieren – und landet 2026 wieder exakt dort, wo alles begann: beim grünen Blechcontainer.
Man muss sich die Chronologie dieses planerischen Elends einmal auf der Zunge zergehen lassen: Seit nunmehr 15 Jahren versucht die Gemeinde Pfäffikon an ihrer Vorzeigepromenade einen fixen, attraktiven Restaurationsbetrieb auf die Beine zu stellen. Es wurde debattiert, projektiert, gestritten und verworfen.
Der Lauf der Ereignisse liest sich wie eine Farce: Erst scheitern die Pläne an den Ansprüchen der Nachbarn. Dann streicht die Gemeindeversammlung das Budget für die nötige WC-Anlage. Schliesslich blockiert der Kanton wegen des Ortsbildschutzes. Es ist ein bürokratisches Pingpong, bei dem am Ende alle verloren haben: der Gastronom, der investieren wollte, und die Bevölkerung, die lediglich ein vernünftiges Angebot suchte.
Das glanzvolle Resultat nach anderthalb Jahrzehnten? Eine neue WC-Anlage. Inklusive bürokratischen Leerlaufs, zahlloser Ehrenrunden und horrender Planungskosten. Und die endgültige Festschreibung von Brüllmanns «Biergarten» als Provisorium.

