Die SBB haben keine Lust auf unpünktliche Züge aus Deutschland
No öppis …
Über Pfingsten habe ich meine Familie in Köln besucht – und wollte mit der Deutschen Bahn zurück nach Zürich fahren. Doch die Rückreise entwickelte sich zur Odyssee.
Dienstagnachmittag gegen 14 Uhr: Ich will mich gerade vom Haus meiner Eltern auf den Weg zum Kölner Hauptbahnhof machen, um dort meine Heimreise nach Zürich anzutreten, als die erste Pushnachricht auf meinem Handydisplay aufleuchtet: «Ihre Rückreise mit dem ICE 109 verspätet sich um zehn Minuten.»
«Zehn Minuten, das geht ja noch», denke ich, als ich den Fussweg Richtung nahe gelegener S-Bahn-Station antrete, vollbepackt mit einem Koffer, einer grossen und einer kleinen Handtasche. Schon jetzt ist es brütend heiss, ich freue mich auf die klimatisierten Waggons des ICE, in denen ich die nächsten fünf Stunden verbringen werde – zumindest ist das so geplant.
Doch bereits kurze Zeit später ist klar: Die Deutsche Bahn wird mir meinen Wunsch nach Abkühlung nicht erfüllen, zumindest nicht innerhalb der nächsten anderthalb Stunden. Denn im Minutentakt erhalte ich, mittlerweile in der S-Bahn sitzend, weitere Benachrichtigungen auf mein Handy, dass sich die Abfahrt weiter verzögert – erst 20, dann 30, dann 40 Minuten.

