Das Velo als Statussymbol
No öppis …
Für Redaktorin Karin Sigg ist ihr neues Velo ein Lebensgefühl. Dass man damit gleichzeitig in eine neue Liga aufsteigt, war ihr zunächst nicht bewusst.
Vor Kurzem habe ich mir ein Velo gekauft. Ein Gravelbike, also eine Art Hybrid zwischen Renn- und Crossvelo. Ja, ich weiss: Ich folge damit einem Trend. Der Mangel an Angeboten beweist es – diese Velos sind derzeit heiss begehrt.
Und ja, ich weiss auch: Ich entspreche damit einem gängigen Klischee. Frauen und Männer in einem gewissen Alter legen sich offenbar gern ein Rennvelo zu. Oder einen Töff. Oder einen jüngeren Partner. «Um es nochmals wissen zu wollen», wie man im Volksmund so schön sagt.
Allerdings scheine ich bereits in einer höheren Altersklasse angekommen zu sein. Denn wenn ich begeistert von meinem neuen Velo erzähle, kommt fast immer die gleiche Frage: «Ein Velo mit Strom?» Wenn ich dann entsetzt verneine, folgt verständnisvoll-nachsichtig: «Ah. Wettsch es namal wüsse.»

