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Carte Blanche

Vom Schuldenmachen und klugen Investieren

Schulden sind nicht per se schlecht, sagt Usters Finanzvorsteher Cla Famos – aber sie müssen massvoll sein und Mehrwert schaffen.

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Schulden sind nicht per se schlecht, sagt Usters Finanzvorsteher Cla Famos – aber sie müssen massvoll sein und Mehrwert schaffen.

Zu hohe Schulden haben schon viele um den Schlaf gebracht. Schon im alten Griechenland warnte das Orakel von Delphi die Menschen vor den Tücken der Überschuldung: «Bürgschaft bringt Unheil!» war einer von drei Sprüchen auf einer Eingangssäule zum Apollo-Tempel. Delphi war zwar kein Finanzorakel – trotzdem trifft es hier ins Schwarze: Dass wir uns als Private wie auch als Gemeinwesen nicht überschulden sollten, dem werden wohl alle zustimmen.

Natürlich: Am besten macht man gar keine Schulden. Aber so einfach ist es meistens nicht. Denn Schulden sind eben auch ein gutes Mittel, um Vermögen aufzubauen: Ein Ehepaar, das für ein Haus spart, nimmt sinnvollerweise eine Hypothek auf. Denn sonst könnten sie das Haus vielleicht erst beziehen, wenn sie es gar nicht mehr bräuchten. Und zudem erhalten sie mit dem Haus ja auch einen realen Gegenwert.

Gleiches gilt für staatliche Stellen. Auch sie schaffen mit Schulden oft Mehrwert in Form von Infrastrukturen, Strassen, Tunnels oder Gebäuden. Richtig eingesetzt, ermöglichen Investitionen langfristigen Wohlstand und finanzielle Sicherheit.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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