Warum wirtschafts- und gewerbefreundlich wählen?
Carte Blanche
Kommunalpolitik ist für alle spürbar. Als Präsidentin des Gewerbeverbands Uster bricht Anita Borer an den Wahlen vom 8. März eine Lanze für die bürgerlichen Parteien.
Im Frühling finden kommunale Wahlen statt. Viele denken dabei an die Plakatflut am Strassenrand oder an parteipolitische Etiketten. Auch wenn das, von aussen betrachtet, seltsam erscheinen mag, ist es ein wichtiger demokratischer Prozess. Dabei geht es auf Gemeindeebene nicht um Weltpolitik. Es geht um Strassen, Läden, Arbeitsplätze, Bauprojekte, Bewilligungen und darum, wie pragmatisch oder kompliziert eine Gemeinde funktioniert. Genau hier wird Politik für alle spürbar.
Ein entscheidender Faktor ist, wie gewerbe- und wirtschaftsfreundlich eine Gemeinde geführt wird. Oder anders gesagt: ob das lokale Gewerbe als Partner gesehen wird oder als Problem. Diese Haltung entscheidet darüber, ob ein Betrieb investieren kann, ob ein Umbau innert nützlicher Frist bewilligt wird oder ob ein neues Geschäft überhaupt entsteht.
Eine funktionierende Wirtschaft ist kein Selbstzweck. Sie sorgt für Lehrstellen, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen. Sie finanziert über Abgaben und Steuern Schulen, Infrastruktur und soziale Angebote mit. Wenn es Gewerbe und Wirtschaft gut geht, profitiert die Bevölkerung direkt. Und zwar nicht abstrakt, sondern im Alltag. Kurze Wege, ein vielfältiges Angebot, lebendige Ortszentren und stabile Finanzen fallen nämlich nicht vom Himmel.

