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Satirischer Einwurf

Mit diesen Tricks könnte das Stadtparlament zusätzlich «symbolisch» sparen

Knappe 10’000 Franken müssen nun auch die Parlamentsmitglieder in Illnau-Effretikon sparen und auf Blööterliwasser, Geschenkli und 100 Franken Entschädigung verzichten. Ich hätte da noch ein paar weitere Ideen.

Die Budgetdebatte hat Redaktorin Mel Giese Pérez dazu inspiriert, ebenfalls ein paar Posten zu sparen. Nur so symbolisch.

Foto: Pixabay / ZO

Mit diesen Tricks könnte das Stadtparlament zusätzlich «symbolisch» sparen

Satirischer Einwurf

Knappe 10’000 Franken müssen nun auch die Parlamentsmitglieder in Illnau-Effretikon sparen und auf Blööterliwasser, Gschänkli und 100 Franken Entschädigung verzichten. Ich hätte da noch ein paar weitere Ideen.

Das Stadtparlament von Illnau-Effretikon hat in seiner Budgetdebatte am Donnerstagabend über vieles diskutiert, so auch über die eigenen Ausgaben. Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier haben – wenn auch nicht einstimmig – sich entschieden, selbst einen Teil zum Sparpaket beizutragen.

Die eingesparten 9600 Franken sollten als «symbolischer Beitrag» verstanden werden, um zu zeigen, dass sich auch Politikerinnen und Politiker den Gürtel enger schnallen können. Doch weil die Idee von Kürzungen zu Uneinigkeit führte, habe ich auch ein paar Vorschläge erarbeitet, bei denen mindestens alle gleich unzufrieden sein dürften.

SVP-Fraktion kürzen

Es gibt in Illnau-Effretikon keine Partei, die so geschlossen dasteht wie die SVP. Ausscherende gibt es in der rechten Partei keine. Sagt einer ja, machen alle anderen mit. Und heisst die Parole nein, dann gilt nein.

Mein Vorschlag wäre deshalb, bloss noch ein SVP-Mitglied in der Fraktion zu belassen. Dieses würde dann als neun Stimmen zählen – so viele Mitglieder hat die Fraktion heute. Damit hätte man bereits über 11’000 Franken Grundentschädigung gespart, ohne die Abstimmungsergebnisse zu verfälschen.

Je nachdem könnte man diesen Spartrick auch bei der FDP anwenden, was sogar zu einer Summe über 19’000 Franken führen würde.

Bühnenzeit der SP einschränken

Jedes Fraktionsmitglied der SP darf sich nur noch einmal zu jedem Traktandum äussern. Für die letzte Budgetsitzung hätte das beispielsweise bedeutet, dass sich die Partei rund zehn Gänge zum Rednerpult hätte sparen können. Das wären bereits geschätzte 50 Minuten Redezeit weniger und somit auch ein verminderter Stromverbrauch für Mikrofon und Ausleuchtung. Auf das Jahr hinaus könnte das 10 Franken oder sogar mehr bedeuten.

Gleichzeitig würde ich auch ausnahmslos alle obligaten Anreden à la «Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen im Parlament, geschätzte Zuschauer auf der Tribüne oder zu Hause» ersatzlos streichen. Damit könnte man vielleicht sogar 20 Franken sparen und gleichzeitig einen Ohrwurm verhindern.

Beschränkung bei Powerpoint-Präsentationen

Ausserdem würde ich definitiv die Nutzung von Powerpoint-Präsentationen einschränken, solidarisch gemeint. Es wäre zwar wirklich schade um die vielen Präsentationen von Arie Bruinink (Grüne), die den Sitzungen eine ganz eigene Anmutung verleihen. Doch sparen muss eben ein bisschen wehtun. So würde ich bloss noch solche zulassen, die eine Schriftgrösse von mindestens 24 Punkt und höchstens drei Seiten aufweisen.

Doch um Himmelswillen, bitte liebes Parlament, kürzt auf keinen Fall den Livestream! Denn dank dieser wunderbaren Youtube-Filmli sind eure Witze, freud’sche Versprecher und «Bünderfleischmomente», genauso wie eure Hingabe, für die Ewigkeit dokumentiert. Und das muss doch zumindest etwas wert sein, oder?

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