Sie können es nicht besser, aber länger
Die fünfstündige Debatte zum Richtplan Uster ist nicht immer einfach, manchmal chaotisch, manchmal ideologisch. Beobachtungen aus dem Parlament.
Wie bereitet man sich auf eine mehrstündige Parlamentssitzung zum schwer verständlichen und nicht immer ganz konkreten Richtplan vor? Manche Ustermer Gemeinderäte brüten über seitenlangen, eingefärbten Excel-Tabellen, andere behelfen sich mit aufputschenden Getränken, etliche vertrauen auf den orangen, malzigen Schokoriegel. Und hoffen: Damit können sie auch wirklich länger.
Dass die Malzschokolade ihrem Werbeslogan treu bleibt und nicht automatisch alles besser macht, wird an diesem Montag schnell einmal deutlich: «Worüber stimmen wir jetzt ab?» «Welchen Antrag?» «Kommission?» «Minderheit?» «Bringe ich als Gemeinderatspräsident mit meinem Stichentscheid, der doch einige Male notwendig ist, ein Vorhaben zu Fall oder stütze ich es?»
Logisch, über Richtpläne – beziehungsweise den Richtplan Usters – wird nicht alle Tage diskutiert. Hoffentlich auch. Ziemlich genau geht es um ein Planungsinstrument mit Zukunftscharakter. Und der Plan sollte doch auch einige Jahre Bestand haben.

