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Uster ist im Grossraum Zürich ein wichtiger wirtschaftlicher Player

Barbara Thalmann deckt auf, was im Verborgenen lauert – doch was sie dabei entdeckt, stellt alles infrage, was sie je geglaubt hat

Uster ist im Grossraum Zürich ein wichtiger wirtschaftlicher Player

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Barbara Thalmann zeigt in ihrem «Tribüne»-Beitrag, was in Uster eher im Verborgenen liegt. Doch der Stadtrat habe, was die Wirtschaft anbelange, einen klaren Fahrplan.

Autorin: Barbara Thalmann ist SP-Stadtpräsidentin von Uster

In den gegenwärtig wirtschaftlich turbulenten Zeiten blicken wir alle gebannt auf die globalen Aktienmärkte und die Entwicklungen an den Börsen. Was kommt als Nächstes? Wo führt die Reise hin? Dabei müssen wir uns eingestehen: Wir wissen es nicht.

Der Stadtrat Uster hat, was die Wirtschaft anbelangt, einen klaren Fahrplan. In seiner Strategie «Uster 2030» gilt eines von fünf Handlungsfeldern der Standortförderung. Darin halten wir fest, was unsere Ziele und Schwerpunkte sind. Diese haben wir in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterverfolgt. Dies zeigt sich beispielweise am Ziel, die Arbeitsplätze parallel zur wachsenden Wohnbevölkerung zu entwickeln. Derzeit verfügen wir in Uster mit rund 37 000 Einwohnenden und über 18 000 Arbeitsplätzen über das angestrebte Verhältnis 2 zu 1.

Das ist äusserst erfreulich, denn dieses Verhältnis gilt in städtebaulichen Studien als ideal. Es bedeutet, dass die Stadt eine Balance zwischen Wohnfläche und Arbeitsplätzen bietet, um Pendelverkehr zu minimieren und gleichzeitig eine hohe Lebensqualität zu gewährleisten. Ich bin überzeugt, dass wir hier auf einem sehr guten Weg sind. Im Rahmen der Standortförderung misst die Stadt Uster der Standortpflege deshalb ein grosses Gewicht bei. Dabei steht die Standortförderung in stetem Austausch mit den Ustermer Unternehmen und den Wirtschaftsverbänden wie dem Gewerbeverband und dem Wirtschaftsforum.

Der Stadtrat selber besucht pro Jahr vier Unternehmen in Uster – eine gute Gelegenheit, sich gegenseitig auf unkomplizierte Art kennenzulernen und dabei Hintergrundinformationen über unterschiedlichste Firmen zu erhalten. Ganz dem strategischen Grundsatz folgend: Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bildung stehen im Dialog und arbeiten Hand in Hand. So laden wir auch alle neu gegründeten und neu angesiedelten Firmen zu einem Willkommenskaffee ein – ein Angebot, das rege benutzt wird und einen Einblick gibt, was wirtschaftlich alles läuft in Uster.

Solche Einblicke interessieren auch überregional, was klar für die wirtschaftliche Attraktivität und Innovation von Uster spricht: Die kantonale Volkswirtschaftsdirektion hat kürzlich bei einem Besuch von Uster Technologies erfahren, wie das Unternehmen weltweit Standards bei der Textilqualität setzt.

Wirtschaftsminister Guy Parmelin wiederum informierte sich im Campus der Berufsfachschule über die neusten Trends bezüglich Vernetzung von gymnasialer und beruflicher Bildung. Dabei erhielt er einen Einblick, wie die Industrie 4.0 im Schulalltag längst Einzug gehalten hat. Die Beispiele zeigen: Die Ustermer Wirtschaft ist im Grossraum Zürich ein wichtiger Player – tragen wir ihr Sorge, mit Massnahmen auf lokaler Ebene, wo wir den Fahrplan und den Kurs bestimmen.

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