Darum sind die Pläne der GZO-Übernahme nur leere Worte
Der stv. Chefredaktor kommentiert die neusten Entwicklungen beim GZO Spital Wetzikon eine Woche vor der ersten Abstimmung über die anstehende Aktienkapitalerhöhung.
Wie aus dem Nichts ist sie wieder da, und dann noch unter falscher Flagge: die GZO Creditor Group. Und jetzt will sie nicht nur die Nachlassstundung des Regionalspitals beenden oder den Schuldenschnitt drücken. Jetzt will die laut auftretende Investmentgruppe das GZO übernehmen. Mit einer leeren Hülle und leeren Versprechungen.
Als nichts Anderes kann man die abstrusen Pläne bezeichnen, das GZO mittels einer Holding zu kaufen, die sich selbst sanieren muss. Lange hielt sich die Gruppe um Gregor Greber bedeckt, jetzt wird deutlich, welche komplexen Fäden im Hintergrund gesponnen wurden. Dabei geht es den Investoren um Greber und Clearway Capital nur um eines: maximalen Gewinn.
Wieso sonst sollte die Clearway Capital GmbH, die Teil der Creditor Group und damit Gläubiger beim GZO ist, bei einer sanierungsbedürftigen Firma einsteigen, dort den Verwaltungsrat ersetzen, um dann den Plan zu veröffentlichen, mit ebendieser Firma das GZO den 12 Besitzergemeinden abzukaufen? Was für die Aktionärsgemeinden interessant klingen mag, ist wie die übernehmende Firma: ein leeres Konstrukt.
Woher soll das Geld für die die Gläubiger kommen, um diesen innert weniger Tagen 60 Prozent ihrer Forderungen zurückzuzahlen, wenn das Spital gerade einmal in seinen Berechnungen auf 35 Prozent kommt? Wie soll das GZO gemäss Investoren zu einer regionalen Plattform für das Gesundheitswesen restrukturiert werden?
Antworten bleiben die Investoren schuldig. Und verursachen damit eine Woche vor der ersten Abstimmung über die Aktienkapitalerhöhung in Fischenthal vor allem eines: Chaos.
