Sackhüpfen
Truur-Eggä
Eveline Rüegg vergleicht Trauer mit einem schweren Sack. Manchmal erdrückt uns sein Gewicht, manchmal hilft uns dieses aber auch.
Er fällt uns über die Schulter, lässt unseren Kopf hängen und macht uns das Atmen schwer. Er lässt uns nachts aufwachen und nicht mehr einschlafen. Er gesellt sich an den Esstisch und krallt sich um unseren Hals, sodass das Schlucken schwer wird.
Er lässt uns reden, schweigen, kämpfen und aufgeben. Er nimmt uns die Kraft und motiviert uns gleichzeitig zum Weitergehen. Seine Last macht uns Hoffnung, dass es besser wird – um diese im nächsten Moment wieder zu verlieren.

