Wie nah am Volk sind die Bürgerlichen in Uster wirklich?
Kommentar zum möglichen Feuerwerksverbot
SVP, EDU und FDP wehren sich gegen ein Feuerwerksverbot in Uster. Ihre Argumentation sei abenteuerlich, findet der stellvertretende Chefredaktor.
Bubikon, Hombrechtikon, Gossau und Dürnten haben es schon, viele in Uster wollen es: lärmendes Feuerwerk verbieten. Was woanders an Gemeindeversammlungen oder erstmals an der Urne durchkam, könnte in der grössten Stadt im Oberland das Parlament entscheiden.
Dieses politisiere jedoch immer wieder am Volk vorbei, sagen die Bürgerlichen. Mit ihrem abenteuerlichen Argument, dass Feuerwerk am 1. August, dem Schweizer Nationalfeiertag, eine grosse, lange Tradition sei, sind es jedoch genau sie, die das Volk nicht hören. Denn immer mehr stören sich am Lärm, am Abfall, am beeinträchtigten Tierwohl. Das zeigt auch der Umstand, dass in Bundesbern eine Volksinitiative zum Thema hängig ist.
Mit Feuerwerk der Vogelwelt, aber auch Haus-, Wild- und Nutztieren zu schaden, hat genauso wenig Tradition wie der 1. August selbst. So ist dieser historisch belegt kein Gründungstag und auch erst seit 30 Jahren überhaupt ein schweizweit arbeitsfreier Feiertag.

