Warum Männer nie putzen und Frauen schlecht schrauben
Tösswegs
Eine Frau saugt entspannt lächelnd einen Teppich. Eine Frau poliert freudig eine Fensterscheibe. Eine Frau testet mit zufriedenem Gesichtsausdruck die neusten Küchenputzhelfer. Fällt Ihnen etwas auf? Genau. «Eine Frau …» Und zwar eine, die das Bild der motivierten Hausfrau vermittelt.
Die Szenen stammen nicht etwa aus einem 60-jährigen TV-Werbespot. Sondern aus einem brandneuen Haushaltsprospekt. So einem, wie er immer mal wieder – am «Keine Werbung»-Aufkleber vorbei – in den Briefkasten flattert.
Zufrieden lächelnde Männer findet man in dem Prospekt auch – nur nicht unter Haushalt oder Küche. Beim Durchblättern tauchen sie dann auf, wenn es um Autozubehör, Gartengerätschaften oder Werkzeug geht. Der klassische Heimwerker und damit das perfekte Pendant zur Hausfrau.
Das Problem dabei ist: Wir leben mittlerweile in einer Zeit, in der wir gleichberechtigt unterwegs sind – zumindest behaupten wir das gerne. Dass die Gleichberechtigung noch nicht so weit gediehen ist, zeigt die Realität immer wieder.

