Wie ich (unfreiwillig) zum Experten der Spitäler im Oberland wurde
Persönlicher Jahresrückblick
Welche Geschichten haben diese Redaktion im letzten Jahr bewegt? Wir gewähren Einblicke und blicken auf besondere Themen und Momente zurück. Heute: die kriselnden Spitäler in Uster und Wetzikon.
Das Jahr 2024 nähert sich dem Ende. Grund genug für diese Redaktion, auf die spannendsten Momente, packendsten Geschichten und interessantesten Menschen zurückzublicken. In persönlichen Einblicken erzählen Redaktorinnen und Redaktoren den ganzen Dezember lang von ihren High- und Lowlights. (zo)
In einer sich immer schneller drehenden Welt gibt es auch auf der Redaktion einer Lokalzeitung oft nur einen Puls: News, News, News. Was passiert in einer Gemeinde? Welche Abstimmung steht bevor? Welches Restaurant wurde neu eröffnet? Die Themenvielfalt und das Spektrum, über das wir berichten, sind breit: Politik, Gesellschaft, Gastronomie, Wirtschaft, Kultur oder auch Gesundheit. Es liegt auf der Hand, dass bei diesem Themenmix oder der Forderung nach Schnelligkeit auf Redaktionen vor allem ein Typ gefordert ist: der Allrounder. Eine Redaktorin oder ein Redaktor, die oder der alles kann, sich in allen Ressorts zurechtfindet und Geschichten mit Sorgfalt plant und entsprechender Tiefe umsetzt.
Bevor ich Lokaljournalist wurde, war meine Themenwelt der Sport. Gesundheit, Spitalwesen, in all seiner Komplexität? Damit kam ich erst auf dieser Redaktion in Verbindung. Eine Verbindung, die mich das ganze letzte Jahr begleitet und gefordert hat. Als Gemeindeverantwortlicher von Uster war ich es bereits, der als Erster über den Millionenverlust beim Spital Uster 2023 schrieb – und somit unfreiwillig zum Experten in Sachen Gesundheitsökonomie wurde. Es lag auf der Hand, den Prozess der Aktienkapitalerhöhung zu verfolgen und darüber zu berichten.

