Liebe Aktionärsgemeinden des GZO, wo seid ihr – und was wollt ihr?
Kommentar zum Sanierungskonzept
Nach wie vor ist unklar, wie hoch die Aktienkapitalerhöhung für die Aktionärsgemeinden des GZO ausfallen soll. Der stv. Chefredaktor fragt sich, warum niemand für «sein» Spital einstehen will.
Ohne sie geht es nicht: Wetzikon, Rüti, Hinwil, Wald, Gossau, Dürnten, Bubikon, Bauma, Bäretswil, Grüningen, Fischenthal und Seegräben. Diesen zwölf Gemeinden aus dem Bezirk Hinwil gehört das GZO Spital Wetzikon. Ein Regionalspital, das in der Krise steckt und dringend gerettet werden will.
Am Freitag veröffentlicht das Spital sein Sanierungskonzept, das einen drastischen Schuldenschnitt vorsieht. Und eine Aktienkapitalerhöhung seiner Gemeinden. Während beim Schuldenschnitt zumindest ein Bereich von 65 bis 70 Prozent genannt wird, bleibt man bei der Aktienkapitalerhöhung extrem vage. Von einem Betrag im «mittleren, zweistelligen Millionenbetrag» ist die Rede.
Was das genau heisst, kann auch auf Anfrage niemand sagen. Dabei wäre es eminent wichtig, in diesen Tagen ein Zeichen zu setzen, sofern man das denn überhaupt will. Als grösster Aktionär, als Standortgemeinde: Für sein Spital, für seine wichtige Gesundheitsversorgung. Doch Wetzikon drückt sich weg. Etwas, das der zweiten Stadt mit einem Spital vor einem Jahr nicht in den Sinn gekommen ist.

