Unzählige Gemeinden machten viel Wind um nichts
Kommentar zu Eignungsgebieten
Jetzt ist klar: An drei Orten im Oberland könnten dereinst Windräder stehen. Dass vor dem Entscheid des Kantons viele zu panisch agierten, findet der stellvertretende Chefredaktor.
Zu gross, zu mächtig, zu viele: Die Angst vor den rotierenden weissen Riesen – den Windrädern – grassierte in unzähligen Gemeinden im Oberland. Seit Oktober 2022 wurden Steuergelder für Informationsveranstaltungen, Podiumsgespräche und Experten ausgegeben. Der Widerstand vom Bachtel bis zum Pfannenstiel tobte wie ein Orkan – der jetzt zu einem lauen Lüftchen mutiert.
Statt die tiefgründige Prüfung des Kantons abzuwarten, liessen es sich zahlreiche Gemeinden und ihre Bevölkerung nicht nehmen, voreilig in sowieso nicht gesetzeskonformen Entscheiden Mindestabstände zu möglichen Windrädern festzulegen, um diese komplett vom Gemeindegebiet zu verbannen. Populismus pur.
Doch jetzt, nach anderthalb Jahren Evaluation, als der Kanton seine Pläne für mögliche Windpotenzialgebiete erstmals präsentierte, ist klar, aus 16 werden 3.

