«Die grossen Schulreformen sind teilweise gescheitert»
Gastbeitrag
Er war einst der höchste Lehrer im Kanton Zürich und kämpfte im Bildungsrat immer wieder gegen Reformen: der Fehraltorfer Hanspeter Amstutz. Jetzt zieht der 76-Jährige eine Bilanz.
In den letzten zwanzig Jahren sind mehrere grosse Schulreformen mit hohen Erwartungen umgesetzt worden. Sie sollten die Schule in wesentlichen Bereichen verändern und wettbewerbsfähiger machen. Doch wie sieht die Bilanz heute aus, wenn man die damaligen grossen Versprechungen mit den nun vorliegenden Resultaten vergleicht?
So galt der neue Lehrplan, das eigentliche Flaggschiff der Reformbewegung, einst als grosser theoretischer Wurf. Dessen Grundkonzept mit der neuen Kompetenzorientierung war sakrosankt, und einige Reformer sprachen gar von einem Jahrhundertwerk.

