Das Spital Uster wandelt sich vom Sorgenkind zum Musterknaben
Kommentar zum Jahresergebnis
Unser Kommentar zur Wandlung des Spitals Uster, das vor einem Jahr noch einen Millionenverlust präsentieren und sich auf die Suche nach viel Geld machen musste.
Es waren einmal zwei Spitäler im Oberland, die gemeinsame Sache machen und fusionieren wollten … Was nach Märchen und vermeintlichem Happy End klingt, war vor vier Jahren im Oberland Realität. Uster und Wetzikon, die Fusion der zwei Gesundheitsinstitute war von langer Hand geplant, die Abstimmungsunterlagen waren gedruckt.
Doch dann: Corona. Eine Pandemie wirbelt das Leben und auch die Demokratie durcheinander. Der Abstimmungstermin wird verschoben, dann ganz abgesagt. Und plötzlich wird deutlich, wie schlecht es finanziell um das Spital Uster steht.
Das Haus mutiert zum Sorgenkind. Bereits, als es 2022 von der Gesundheitsdirektion zunächst nur einen provisorischen Platz auf der Spitalliste erhält, und erst recht, als bekannt wird, dass es im selben Jahr einen Millionenverlust hinnehmen muss. Das Eigenkapital schrumpft, das Spital braucht Geld. Und ist sich nicht zu schade, zum Bittsteller bei seinen Besitzern, den zehn Aktionärsgemeinden, zu werden. Als nur ein halbes Jahr später mitten im Prozess der Aktienkapitalerhöhung auch noch überraschend der CEO das Spital verlässt, kann man schon gar nicht mehr hinschauen.

