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Meinung

«Rassistische Grüsse» aus der englischen Hauptstadt

Eigentlich wollte der Redaktor nur seine Grossmutter besuchen. Doch dann brachte ihn ein Stück Geschichte zum Nachdenken.

«Rassistische Grüsse» aus der englischen Hauptstadt

Tösswegs

In den Untiefen eines Estrichs verbergen sich nicht selten interessante Dinge: Man denkt etwa an vererbten Goldschmuck, das Hochzeitskleid der Urahnin oder eine gut erhaltene Heimatmalerei.

Manchmal fallen einem solche Dinge beim Ausmisten in die Hände – oder, wie mir kürzlich beim Besuch meiner Grossmutter geschehen, auch mal ganz unverhofft. Doch was ich dieses Mal fand, hat weit mehr Sprengkraft, als ich mir ausmalen konnte.

Plötzlich halte ich eine Postkarte in den Händen, die auf das Jahr 1979 datiert ist. Verschickt von den Eheleuten Annegret und Hermann an eine mir unbekannte Frau im Dorf meiner Grossmutter.

Auf der Vorderseite, eher unspektakulär, Ansichten aus der Hauptstadt des Vereinigten Königreichs: die Royal Guards, die Themse, der Trafalgar Square.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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