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Ja, jetzt ist es geschafft, aber …

Die Existenz des Spitals Uster ist gesichert. Lesen Sie in unserer Analyse, wo die nächsten Herausforderungen liegen.

Der stellvertretende Chefredaktor analysiert und kommentiert die jetzt abgeschlossene Aktienkapitalerhöhung des Spitals Uster.

Foto: Simon Grässle

Ja, jetzt ist es geschafft, aber …

Analyse zur Aktienkapitalerhöhung

Zehn Gemeinden und Städte stimmten der Aktienkapitalerhöhung des Spitals Uster zu. Die Existenz des Spitals ist damit gesichert. Doch das ist nicht alles.

33,2 Millionen Franken – auf diese Summe wird sich die Aktienkapitalerhöhung des Spitals Uster belaufen. Dies, nachdem am Mittwoch Wildberg als letzte der zehn Aktionärsgemeinden der zusätzlichen Finanzierung ihren Segen erteilt hatte.

Sowohl Volk als auch Gemeinden stehen hinter dem systemrelevanten Spital, das im Jahr 2023 rund 78’000 Patienten behandelte sowie einer der grössten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Ausbilder im Gesundheitswesen ist. Niemand hätte sich vorstellen können, was gewesen wäre, hätte das Spital wirklich Konkurs anmelden müssen.

Völlig unbestritten waren die Urnenabstimmungen, traumhafte Ja-Stimmen-Anteile von 77,5 bis 87,5 Prozent verdeutlichen das. Und doch, die Anspannung beim Spital Uster in den letzten Wochen und Monaten war ungemein gross.

Weiterhin transparent sein

Mit gut 33 Millionen Franken ist die Existenz des Spitals gerettet – und das ist gut und richtig so. Gemäss eigener Aussage blickt es einer «stabilen Zukunft» entgegen. Doch für diese muss es trotz dem Ja aus der Bevölkerung weiter hart arbeiten – wollte das Spital doch ursprünglich 40 Millionen. Die 10 zusätzlichen Millionen waren vorgesehen für zeitnahe Sanierungen und die Erweiterung der Notfallstation.

Darüber, wie diese Projekte jetzt aussehen oder angegangen werden sollen, hüllt sich das Spital nach dem erfolgreich beendeten Abstimmungsmarathon (noch) in Schweigen. Dabei täte das Gesundheitsinstitut weiterhin gut daran, transparent zu informieren und das erarbeitete Vertrauen nicht zu verspielen.

Es darf Verwaltungsratspräsidentin Sacha Geier und dem nach wie vor ad interim agierenden CEO Vital Schreiber nicht hoch genug angerechnet werden, wie sie in den letzten Monaten an Informationsveranstaltungen und Gemeindeversammlungen für ihre Sache weibelten. Es wurde erkannt, dass nach den Fehlern der Vergangenheit, wie einer zu tief bemessenen Eigenkapitalquote nach der Umwandlung des Zweckverbands in eine AG oder den gescheiterten Bauprojekten, nur der offene Gang nach vorne hilft.

Es gibt noch Herausforderungen

Diesen muss das Spital weiter antreten. Denn die Herausforderungen, wie eine von der kantonalen Gesundheitsdirektion geforderte höhere Rentabilität und tiefere Fallkosten, bleiben bestehen. Dass das Spital diese meistern kann, ohne das zusätzliche Geld und weitere Stellen abzubauen, muss es in Zukunft beweisen.

Ein erster Schritt scheint gemacht, lässt man doch in einem Nebensatz der Medienmitteilung nach der letzten Abstimmung in Wildberg verlauten: «2023 kann das Spital Uster nun erstmals einen Gewinn ausweisen.» Man darf auf die genauen Zahlen wie auch den weiteren Weg des Spitals gespannt sein.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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