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Das Spital Uster nimmt die erste von zehn Hürden

Fehraltorf ebnet den Weg für das Spital Uster. Doch über den Berg ist die geplante Aktienkapitalerhöhung noch lange nicht.

Das Spital kann zuversichtlicher in die Zukunft blicken, doch die Lage ist nach wie vor ernst. Das findet Redaktor Lennart Langer.

Foto: Erik Hasselberg

Das Spital Uster nimmt die erste von zehn Hürden

Kommentar zum Entscheid in Fehraltorf

Fehraltorf ebnet den Weg für das Spital Uster. Doch es warten weitere Stolpersteine bis zur erfolgreichen Umsetzung der dringenden Aktienkapitalerhöhung.

Das Spital Uster macht einen ersten grossen Schritt auf dem Weg zur Aktienkapitalerhöhung. Erstmals sagte die Stimmbevölkerung Ja zur benötigten Finanzspritze. Und dies in vollem Umfang. Ein Ergebnis, das in dieser Eindeutigkeit kaum zu erwarten war, hatte sich doch der Fehraltorfer Gemeinderat erst Ende November und erst nach anfänglichem Zögern uneingeschränkt zum Spital bekannt.

Der Weg war auch am Montagabend an der Gemeindeversammlung steinig, kritische waren Stimmen vorprogrammiert. Wenig überraschend waren deshalb die längere Diskussion sowie der Antrag auf eine Reduktion des Beitrags.

Zu denken geben muss dem Spital vor allem das geringe Interesse an der Abstimmung. Nur 98 Personen fanden den Weg ins Heiget-Huus. Ein Unsicherheitsfaktor im Hinblick auf die geplanten Urnenabstimmungen, bei denen deutlich mehr Personen teilnehmen werden.

Jene Stimmberechtigten, die am Montagabend vor Ort waren, erteilten den Kritikern des Spitals allerdings eine eindeutige Absage. Einer überwiegenden – wenn auch leiseren – Mehrheit ist die Institution zu wichtig. Zu gross die Gefahr, dass ohne das zusätzliche finanzielle Polster die Medizin- und die Notfallversorgung in der Region plötzlich infrage stehen.

Über den Berg ist das Spital Uster dank dem Fehraltorfer Entscheid noch lange nicht. Neun weitere Abstimmungen an Gemeindeversammlungen oder an der Urne stehen an. Deren Ausgang ist offen, auch wenn es aus Dübendorf und Schwerzenbach bereits positive Signale gibt.

Die Verantwortlichen des Spitals Uster können zuversichtlicher als auch schon in die Zukunft blicken. Die Bevölkerung scheint trotz den Turbulenzen in jüngster Vergangenheit hinter dem Spital zu stehen. Doch wie ernst die Lage ist, zeigt auch, dass gleich eine Dreierdelegation der Spitalleitung der Gemeindeversammlung beiwohnte.

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