Macht weniger Besitz glücklich?
Tösswegs
Singles Day, Black Friday, Cyber Monday – die Rabattschlacht, das Hochfest der Konsumgesellschaft, ist zurück. Auch wenn es inzwischen einige Geschäfte gibt, die bewusst nicht am Schnäppchen-Wahnsinn teilnehmen, so ist es doch schwer, sich der schieren Masse an Sonderangeboten zu entziehen.
Aufgefallen ist mir das erst, als ich neulich am Bahnhof ein riesiges Black-Friday-Plakat eines Haustierfachgeschäfts antraf. Stell dir vor, sie schmeissen dir die Aktionsware regelrecht hinterher, und du kaufst deinem Hund ein neues Halsband. Oder eine automatische Trockenfutterstation für deinen Kater – solls geben.
Ich habe das Glück, dass mich die Schnäppchen-Angebote einigermassen kaltlassen. Den Black Friday nutze ich vor allem dann, wenn ich sowieso schon länger etwas anschaffen wollte. Ein neues Handy etwa, oder einen Fernseher.
Dass ich nicht in den Kaufrausch verfalle, hat nichts mit Verzicht zu tun, sondern mit einem Bewusstsein dafür, was man alles zum Leben braucht. Dazu bewogen hat mich – auch wenn sich das kitschig anhört – die Netflix-Doku «Minimalism».

