Das Ja zum Zentrum nimmt den Ustermer Stadtrat in die Pflicht
Kommentar zu Ustermer Abstimmungen
Nein zum Schutz von Parkplätzen und Ja zur Moosackerstrasse, wenn auch mit einem grossen «Aber». Was das letztlich für das Zentrum bedeutet.
Es ist ein Sieg für das Ustermer Zentrum. Denn mit dem Ja zur Moosackerstrasse und der Ablehnung der SVP-Parkplatz-Initiative kann das «attraktive Stadtzentrum» weiter vorangetrieben werden.
Dieses Projekt liegt der drittgrössten Stadt im Kanton besonders am Herzen. Sie bezeichnet es gar als «Schlüsselprojekt». Der Wunsch nach einem belebten Begegnungsort, der Fussgängern eine höhere Priorität gibt, wird vom Stadtrat seit vielen Jahren geäussert. Das Stadtzentrum soll für alle da sein. Es soll ein Ort zum Verweilen entstehen. Mit dem möglichen Bau der Moosackerstrasse – die erst dann kommt, wenn der Kanton das will – würde das Zentrum weiter vom Verkehr entlastet und aufgewertet.
Doch das Ja zur Moosackerstrasse nimmt den Stadtrat in die Pflicht. Denn das Volk stimmt nicht nur gegen die Initiative der Grünen, sondern lehnt auch den Gegenvorschlag des Stadtrats ab. Dieser sah vor, den Bau der Umfahrung mit der Übernahme kantonaler Strassen ins kommunale Strassennetz und deren Aufwertung zu verknüpfen.

