Adieu, geliebter Putzschwamm!
Tösswegs
Seit ich vor einiger Zeit von zu Hause ausgezogen bin, hat sich mein Verhältnis zu Badezimmern grundlegend verändert.
Früher noch bestand mein grösstes Problem darin, dass ich «Schimpfis» von meiner Mutter bekam, wenn ich zu früh über den noch feuchten Boden tappte oder zu schnell für Flecken auf den Oberflächen sorgte.
Heute aber muss ich das Bad selbst putzen! Und zwar immer und immer wieder. Wie kann ich mich jetzt darüber nerven, wenn keine zehn Minuten nach der aufwendigen Arbeit wieder überall Fusseln auftauchen.
In unserem Badezimmer ist die Dusche in die Badewanne integriert – da richtig zu schrubben, ist für jemanden mit meiner Körpergrösse eine regelrechte Turnübung. Mein einziger Trost dabei: mein geliebter Putzschwamm.

