Wie ich zum Kaffee-Snob wurde
Tösswegs
Mein liebster Kaffee – nachts träume ich von dir, tagsüber lässt du mein Herz höherschlagen. Sag mir, was würde ich ohne dich nur tun? Stopp.
So schön es auch wäre, ich erspare Ihnen an dieser Stelle mein kitschiges Loblied auf das schwarze Gold mit dem dunkelbraunen Häubchen. Stattdessen erzähle ich Ihnen von einer Verwandlung, die ich unlängst durchmachen musste: der Verwandlung vom Kaffee-Fan zum regelrechten Kaffee-Snob.
Doch lassen Sie mich von vorne beginnen. Der koffeinhaltige Wachmacher und ich, wir hatten einen harzigen Start.
Ich, noch im vorpubertären Alter, wusste dieses im Himmel erfundene Getränk anfänglich zu wenig zu schätzen. Mit zwei grosszügigen Löffeln Zucker spülte ich den Trank herunter, und nur langsam schaffte ich es, die Schönheit hinter seiner bitteren Fassade lieben zu lernen.
