Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Meinung

Es ist kein Kampf Land gegen Stadt

Der stv. Chefredaktor Erik Hasselberg kommentiert den angestrebten Gemeindewechsel zweier Ustermer Aussenwachten.

So klein und doch so gross: Noch ist Nänikon ein Ustermer Stadtteil. Davon zeugt auch das Ortseingangsschild.

Simon Grässle

Es ist kein Kampf Land gegen Stadt

Kommentar zum Gemeindewechsel

Nänikon und Werrikon wollen sich trennen. Von Uster. Und Greifensee heiraten. Der Leiter des Ressorts Oberland kommentiert die neue, alte Liebe.

Rund drei Kilometer liegen zwischen Nänikon und dem Ustermer Stadtzentrum. Sind die Barrieren beim Bahnübergang an der Zürichstrasse geöffnet und ist nicht gerade Stossverkehr, sind das mit dem Auto schätzungsweise sieben Minuten Fahrtzeit. Oder zwei Minuten mit der S-Bahn vom Bahnhof Nänikon-Greifensee.

So nah und doch so fern, so sehen sich die rund 3000 Einwohner der beiden Ustermer Aussenwachten Werrikon und Nänikon. Und das nicht erst seit gestern. Schon lange haben sie hier hinter den Gleisen und dem Werriker Riet ihre Liebe zu Greifensee entdeckt. Eine Liebe, die zu einer Affäre wurde und die jetzt mit einer Hochzeit besiegelt werden soll. Wann genau, kann hier niemand sagen. Und natürlich soll es nichts damit zu tun haben, dass die neue Braut eine schöne Mitgift in Form tieferer Steuern mit sich bringt.

So wäre des einen Freud des anderen Leid. In Uster fürchten sie die «finanziellen Nachteile» einer Scheidung, wie das Stadtpräsidentin Barbara Thalmann (SP) ausdrückt. Und sie betont, dass es nicht nur um die Bevölkerung von Werrikon und Nänikon geht, sondern jene der ganzen Stadt. Nur sprach sich in jenen Stadtteilen vor einem Jahr mit rund 92 Prozent ein überwältigend grosser Anteil der Stimmbürger für die Prüfung eines Zusammenschlusses aus. Uster tut gut daran, den demokratischen Willen zweier für sie so wichtiger Aussenwachten zu respektieren.

Denn um eine Prüfung und die Schaffung faktenbasierter Grundlagen geht es den Initianten - nicht mehr und nicht weniger. Dafür braucht es offene Gespräche auf Augenhöhe. Und viel Geduld. Im Jura können sie davon ein Lied singen.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns