Einmal mehr stehen wir in der vorweihnachtlichen Adventszeit. Dieses Mal in jener «Anno Domini 2022». Eine Zeit-Definition: «Anno Domini», oder «Im Jahre des Herrn». Der Ausdruck passt eigentlich ganz gut zur Adventszeit.
Nur, was bedeutet dieses «Anno Domini» unserer Gesellschaft noch? Ist diese jahrtausendealte Zeitreferenz überhaupt noch gesellschaftstauglich? Pflegt unsere Gesellschaft überhaupt noch mit Interesse unsere politische, geistliche und gesellschaftliche Entwicklung?
Es ist anzunehmen. Wird doch die Weihnachtszeit sicher auch in diesem Jahr wieder zünftig gefeiert. Die Weihnachts- und Altjahrwoche, so kommt es einem vor, sind die alljährlichen Entschleunigungstage. Keine Telefonanrufe, keine E-Mails und nur wenig TV-Reportagen über das Unschöne der Welt. Sondern: Frieden-Freude-Eierkuchen.
Da stelle man sich die Frage, woher wohl dieses Auseinanderdriften stammt.
Im Gegenzug dazu ist festzustellen, dass die staatlichen Kirchen unter einer seit Längerem andauernden Austrittswelle leiden, die protestantische Kirche noch mehr als die katholische.

