Seit 1832 wird in fast allen Kantonen der Schweiz am dritten Sonntag im September der Dank-, Buss- und Bettag gefeiert. Die Tradition der Bettage geht schon bis ins Mittelalter zurück, wo – oft als Reaktion auf Krise, Krieg oder Krankheit – Bettage angeordnet wurden.
In Zeiten der Not sollte sich die Bevölkerung in besonderer Weise an Gott wenden und von ihm Hilfe erbitten. Darin schwingt auch die Hoffnung mit, dass Gott sich durch das gemeinsame Gebet des ganzen Volkes beeinflussen lässt und dass in einem solchen Bettag eine besondere Kraft liegt.
Gründe, Gott zu bitten, gibt es auch heute noch genug. Die Weltpolitik, das Klima und auch so manche persönliche Situation lassen uns auf göttliche Hilfe hoffen.
An der Stelle möchte ich aber einwenden: Wenn da wirklich ein Gott ist, von dem wir Hilfe erwarten in Zeiten der Not, dann lohnt es sich, ihn nicht nur für die Erfüllung unserer Wünsche und die Rettung aus der Not anzurufen.
«Die Begegnung mit diesem Gott ist das Schönste, was mir passieren kann.»

