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Meinung

Warten auf Godot

Kolumnist Guy A. Lang hat ein Mitfahrbänkli entdeckt. Er findet, solche Bänkli wären ein kleiner Schritt für mehr Ökologie.

Also es muss ja nicht gerade die seltsame Figur aus Becketts Drama sein, die nie erscheint. Wer auf dem Mitfahrbänkli sitzt, wartet auf einen lieben Mitmenschen mit einem fahrbaren Untersatz.

«Das Prinzip ist denkbar einfach: Wer auf einem Mitfahrbänkli Platz nimmt, möchte gerne mitfahren», steht auf einer Tafel am Häuschen, das im Toggenburg bei Wildhaus steht. Mit etwas Geduld wird man also mitgenommen. Die Idee ist ökologisch und sozial überzeugend, ja gerade blendend.

Die Energie für Auto, Töff oder Traktor wird sowieso gebraucht, egal ob eine oder mehrere Personen transportiert werden, Mitfahrstationen sparen Energie. Nicht zu verachten ist die soziale Komponente für Mitnehmende und Mitgenommene.

Wir müssen im Kleinen anfangen mit Sparen.

Man lernt Leute kennen und entdeckt im Gespräch neue Gedankenansätze, Ideen oder unerwartete Problemlösungen. Im besten Fall sogar neue Beziehungen und Paarungen.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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