Ein knapp 60-jähriger Mann greift sich an seine Genitalien. Daneben sitzt eine junge Frau. Er schaut sie direkt an, grinst. Nimmt seine Hände weg von seinen Genitalien, legt seinen Arm um sie. Währenddessen ruft sein Kollege in gebrochenem Deutsch «So ein Ständer» und imitiert mit seinen Händen einen übergrossen Penis.
Diese Szene spielte sich aber nicht etwa in den frühen Morgenstunden in einer dunklen Gasse oder der Toilette eines schäbigen Clubs ab. Sondern vor hunderten Zuschauern auf der Hauptbühne des Festivals Rock the Ring in Hinwil.
Michael Starr, Frontsänger der Band Steel Panther, holte eine junge Frau zu sich auf die Bühne. Während sie bei ihm sass, sang er über Sex, Blowjobs, wie gross sein Penis ist und berührte sie oder seine eigenen Genitalien regelmässig.
Zuspruch des Publikums
Im Namen der Kunst wurde hier offensichtlich sexuelle Belästigung begangen – und kaum jemand störte sich daran. Im Gegenteil: Starr erhielt lautstarken Applaus und positive Zurufe.

