Das Spitalpersonal mitjubeln lassen
Mit der Umwandlung vom Zweckverband in eine Aktiengesellschaft begibt sich das Spital Uster auf ein stabileres Finanz-Terrain. Das Problem, dass Gemeinden bei einem Austritt aus dem Zweckverband ihr Kapital mitnehmen, ist Geschichte.
Doch die Spitalleitung dürfte insbesondere nach drei Geschäftsjahren in Folge mit einem Millionenminus gezwungen sein, die Sparschraube weiter anzuziehen. Dazu hat der Entscheid der kantonalen Gesundheitsdirektion, das Spital Uster bis 2026 nur provisorische Leistungsaufträge zu erteilen, das Seinige beigetragen.
Die Befürchtung einzelner linker Parteien, der Gewerkschaft und dem Berufsverband der Pflegefachfrauen und -männer war denn auch im Vorfeld gross, dass dies auf dem Rücken des Spitalpersonals ausgetragen wird. Sie sahen in der neuen Rechtsform einen gewichtigen Nachteil.
Die Befürworter hielten dagegen, dass dank des Interkommunalen Vertrages diese Sorge unbegründet ist. Mit diesem erteilen die Gemeinden dem Spital Uster unter anderem den Auftrag, ein Personalreglement zu erlassen, dass sich an der gängigen Praxis im Kanton orientiert und die Spitalangestellten miteinbezieht.
Nun gilt es, diese Versprechen ernst zu nehmen. Angesichts der klar angenommen Pflegeinitiative im vergangenen November, müssen Spitalleitung und Gemeinden künftig zudem den politischen Willen der Schweizer Bevölkerung in die Ustermer Spitalplanung einschliessen.
Letztlich geht zufriedenes Personal einher mit einer stabilen Gesundheitsversorgung in der Region. Denn auf eine solche ist eine stark wachsende Agglomeration wie das Zürcher Oberland in Zukunft angewiesen.
