Erfreulicherweise hat die Corona-Pandemie ihren Schrecken verloren. Aber sie verursachte – neben immensen materiellen Verlusten – unbezifferbare menschliche Schäden und Leid.
Dazu gehören verschiedene Formen von Burnout, also der durch Antrieb- und Leistungsschwäche charakterisierte Erschöpfungszustand, der die davon Betroffenen und auch die Wissenschaft alarmiert und zu neuen Therapieansätzen zwingt.
Ganz zu schweigen vom verheerenden Krieg in der Ukraine, der mit Sicherheit schwerwiegende psychische Folgen zeitigen dürfte und die Psychotherapie vor neue Bewährungsproben stellt.
Dabei erstaunt, dass erst in jüngster Zeit auch die Philosophie in Behandlungskonzepte Eingang findet. Vielleicht deshalb, weil philosophische Lebenskunst eher als bloss hypothetischer, schöngeistiger Entwurf und weniger als praxistaugliche Hilfe zur Problembewältigung betrachtet wird.
Zwischen antiker Philosophie und moderner Psychotherapie gibt es verblüffende Ähnlichkeiten.

