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Bubikon hat genug von leeren Versprechen

Was sich in den letzten Wochen abgezeichnet hat, ist nun auch eingetreten. Die Stimmberechtigten von Bubikon haben die Nase voll von den ewigen Querelen und Problemen in der Verwaltung.

Bubikon hat genug von leeren Versprechen

Der Gemeinderat hat einen Denkzettel erhalten, der es in sich hat. Die Bubikerinnen und Bubiker wollen einen «neuen» Gemeindepräsidenten und ziehen Hans-Christian Angele deutlich Thomas Illi vor. Angele, der vor seiner Wahl 2021 und auch jetzt wiederholt kritisch gezeigt hat. Ihm traut man zu, dass er keine solchen Geschichten mehr aufkommen lässt, wie sie in Bubikon in den letzten Jahren in unschöner Regelmässigkeit für Ärger gesorgt haben. Thomas Illi wird als Vertreter des «Alten» wahrgenommen, das man nicht mehr will – und wirft ihn sogar ganz aus dem Rat.

Ebenso hart trifft es Andrea Keller. Die abtretende Gemeindepräsidentin hatte einen schweren Stand und war in den letzten vier Jahren ein Teil des Problems, was sie auch immer wieder an den Gemeindeversammlungen zu spüren bekommen hat. Gemeindeschreiber und Amtschefs hat man gewähren lassen bis es nicht mehr ging. Die dauernden Personalwechsel und Springereinsätze gingen extrem ins Geld. Geld, das die Gemeinde dringend braucht. Es braucht jetzt einen starken, Dossier-sicheren, verlässlichen Gemeindepräsidenten, der den Einwohnern endlich zeigt, dass man aus den letzten acht Jahren etwas gelernt hat. Die Erwartungen sind hoch, das weiss Hans-Christian Angele. Aber ebenso gross war die Enttäuschung in Bubikon in der letzten Amtszeit, als es einfach weitergegangen ist wie bisher. Angele muss sich jetzt beweisen.

Und jetzt? Der Gemeinderat braucht nun Unterstützung. Einen ersten Schritt dazu haben die Bubikerinnen und Bubiker damit getan, dass sie die beiden neuen Kandidierenden, Reto Frey und Seraina Billeter, in den Rat gewählt haben. Sie sind neben Angele die Hoffnungsträger, die den lange vermissten Draht zum Volk wiederherstellen sollen. Es braucht nun solche Leute im Gemeinderat, die frischen Geist und Mumm ins Gremium bringen und andere Bevölkerungsgruppen repräsentieren – unter anderem auch die Jungen. 

Noch ein Wort zu den Finanzen: Die letzten vier Jahre sind kein Schmuckstück. Wenn man nichts investiert und dafür Sparprogramm und Sparprogramm lanciert, kann man relativ einfach Schulden zurückzahlen. Aber das rächt sich – und es rächt sich bald. Es muss allen klar sein, dass Bubikon sich nur entwickeln kann, wenn auch wieder investiert wird. Davon darf sich der neue Gemeinderat nicht abschrecken lassen. Denn er hat die Bubikerinnen und Bubiker hinter sich. Und das ist die gute Nachricht dieses Wahlsonntags.

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