Gemütlich bummle ich durch die Stadt, dabei stosse ich unvermutet auf diese Telefonkabine. Also genauer: eine Telefonkabine ist es nicht, eine Telefonkabine war es einst.
In Zeiten der Smartphones, Handys oder sonstiger Kommunikationsgeräte hat der Telefonapparat einer Mini-Bibliothek Platz gemacht. Da sind zwar Bücher, ein Telefonbuch suche ich jedoch vergeblich.
Egal, Hauptsache Bücher. Solche scheinen mich dieses Jahr zu verfolgen, wie Sie dem «Aufgefallen – gedacht» von Ende Januar entnehmen können.
Doch diesmal geht es mir nicht um Lektüre, hier gefällt mir die sinnvolle Weiterverwertung von Ausgedientem. Statt abzureissen wird umfunktioniert, statt verschrottet, neu erfunden.
Kommunikation bleibt, nur wird gelesen statt gesprochen. Was besser ist, darüber kann man uneins sein – auf den Inhalt kommt es an. Bei Gesprächen ebenso wie beim Lesestoff, auf der Skala von «idiotisch» bis «genial» ist alles zu haben.

