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Meinung

Demokratie als Experiment

Marcel Niederer macht sich in seinem Standpunkt Gedanken über das Thema Demokratie. Wird diese verletzt, funktioniert das System aus seiner Sicht nicht mehr.

Prof. Dr. Fredmund Malik bezeichnete in einem Film über Heinz von Förster die Demokratie als kybernetisches System. Er begründet dies damit, dass die Regierten die Regierenden kontrollieren. Dadurch entstehen eine Rückkoppelung oder eine Feedbackschleife.

Das tönt jetzt ein wenig abstrakt, aber mir gefällt diese Definition. Sie hat sehr konkrete Auswirkungen. Dadurch, dass sich die Bevölkerung gegenüber der Regierung äussern kann, weiss sie, wie ihre Aktivitäten aufgenommen werden.

In der Schweiz kennen wir drei grundlegende Instrumente, um unserer Regierung direkt zu sagen, wie wir als Stimmbürger die Dinge sehen. Mit der Initiative weisen wir auf Situationen hin, welche wir als mangelhaft empfinden.

«Und die Meinungsfreiheit erlaubt es, sich frei zu äussern.»

Mit dem Referendum wenden wir uns gegen geplante Vorhaben, welche für uns nicht stimmig sind. Und mit den wiederkehrenden Wahlen können wir uns auch zu den einzelnen Akteuren der Exekutive und Legislative äussern. Und die Meinungsfreiheit erlaubt es, sich frei zu äussern.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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