Die Weihnachtsgeschichte beginnt mit Menschen, die einem Engel begegnen. Dies erschüttert sie, wirft sie völlig aus dem Gleis. Bei Maria geschieht es. Später passiert das Gleiche – wenn auch in grösserem Massstab – bei den Hirten auf den Feldern Bethlehems. Von ihnen wird berichtet, dass sie in grosse Furcht gerieten.
Warum fürchteten sie sich? Sie merkten, dass die Wirklichkeit viel grösser ist, als sie dachten. Einen Moment lang tut sich vor ihren Augen die sonst unsichtbare Welt auf. Es ist, als würde sich ein sonst verschlossener Vorhang öffnen. Und nun ist sichtbar, was sonst niemals zu sehen wäre.
Wir sind umgeben von einer unsichtbaren Wirklichkeit.
Mit einem Schlag merken sie: Wir leben in einer viel grösseren Welt, als wir mit den äusseren Augen erblicken können. Wir sind umgeben von einer unsichtbaren Wirklichkeit.
Und – das Unsichtbar ist das Wahre, das Ursprüngliche, das Erste; erst daraus ist das Sichtbare entstanden. Darüber erschrecken sie. Dies geht ihnen durch Mark und Bein: Die Dinge sind nicht so, wie wir gemeint haben. Es gibt viel mehr als das, was wir messen, analysieren und kontrollieren können.

