Dass die Fehraltorfer Mehrzweckhalle mit Lehrschwimmbecken dringend ersetzt werden muss, war schon im Vorfeld der Abstimmung am Sonntag unbestritten. 1974 gebaut, entspricht sie nicht mehr den heutigen Erwartungen, die Vereine oder Sportlehrer an eine solche Halle haben. Das sahen die Ortsparteien, die RPK und letztendlich auch das Stimmvolk ein: Sie alle sprachen sich für einen Kredit von 22,5 Millionen Franken für den Neubau aus.
Dass der Gemeinderat die Vorlage mit einem weiteren Kredit über 1,45 Millionen Franken verknüpfte, war zu viel des Guten. Bereits im Vorfeld äusserten sich fast alle Ortsparteien wie auch die RPK kritisch dazu. «Zu teuer und nicht unbedingt nötig», so der Tenor. Es sei nicht ausgeschlossen, dass es bei der Annahme dieser Vorlage noch zu einer weiteren Steuererhöhung komme, so die Kritiker weiter.
Drastische Veränderung im Schulwesen
Die Pandemie sorgt bei den Gemeinden für Steuerausfälle und Mehrausgaben. In einer solchen Zeit hat ein Projekt, wie es der Gemeinderat vorgestellt hat, einen schweren Stand. Eine vorausschauende Schulraumplanung ist richtig und wichtig. Die Schülerzahlen wachsen, nicht nur in Fehraltorf – das muss der Gemeinderat berücksichtigen.
Das Coronavirus und die damit verbundenen Massnahmen, Einschränkungen und Veränderungen haben jedoch gezeigt, wie schnell die Schule von morgen sich einer neuen Situation anpassen muss. Innert kürzester Zeit hat sich das Schulwesen drastisch verändert; Homeschooling und Fernunterricht werden künftig häufiger vorkommen.

