Maur benötigt noch mehr Platz für Asylsuchende
Grössere Unterkünfte
Die Gemeinde Maur errichtete erst letztes Jahr ein kleines Containerdorf. Nun reichen diese Plätze schon bald nicht mehr aus. Mit Erweiterungsbauten will der Gemeinderat dagegenhalten.
Zurzeit nutzt Maur eine Unterkunft in Forch sowie mehrere Container an der Lohwisstrasse in Ebmatingen als Wohnraum für Geflüchtete. Bei diesen Standorten kommen gut 80 Prozent der zugewiesenen Personen unter. Die restlichen 20 Prozent leben in von der Gemeinde gemieteten Wohnungen. «An dieser Verteilung möchte der Gemeinderat auch zukünftig festhalten», heisst es in einer Mitteilung.
Der Platz für Geflüchtete wird angesichts der Asylzahlen sowie der labilen Lage in der Welt langsam knapp. Der Gemeinderat strebt deshalb Erweiterungsbauten in Forch sowie neu auch in Ebmatingen an.
Im März hatte der Gemeinderat für den Standort Forch bereits einen Kredit in Höhe von 70’000 Franken für einen Projektauftrag bewilligt. Neu fliesst auch eine Erweiterung bei der Lohwisstrasse in die Planung mit ein, wie der Gemeinderat schreibt. An der Höhe des gesprochenen Kredits ändert sich jedoch nichts. Letztlich hat die Stimmbevölkerung über beide Erweiterungen an der Urne das letzte Wort.
Das Containerdorf Ebmatingen
Die Asylunterkunft in Ebmatingen besteht erst seit wenigen Monaten. Weil der Kanton mehrmals die Aufnahmequote erhöhte, baute Maur Ende 2023 temporär Container für geflüchtete Menschen. Heute wohnen dort 27 Personen.
Die Baubewilligung des Containerdorfs sieht jedoch vor, dass die Anlage bis spätestens Ende August 2026 wieder zurückgebaut wird. Der Gemeinderat geht aber davon aus, zu diesem Zeitpunkt nicht auf die Plätze verzichten zu können. (jgu)